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Ein Besuch im Passivhaus

Tag der offenen Tür in Landaus energieeffizientestem Eigenheim

Wie es sich in einem Haus wohnt, das beheizt wird unter Nutzung aller zur Verfügung stehenden Energiequellen und ohne, dass ein aktive Heizungsanlage erforderlich ist, können Interessierte am Wochenende in Landau erleben.

Passivhaus

Wer ein neues Eigenheim besitzt, präsentiert es in der Regel gerne. Wenn frischgebackene Hausbesitzer wie die Familie B. in Landau sogar einen Tag der offenen Tür veranstalten, steckt aber mehr dahinter: das Haus auf dem Konversionsgelände Quartier Vauban gelegen, ist nach Angaben der Erbauer das neueste Passivhaus - also ein Haus, bei dem keine aktive Heizungsanlage erforderlich ist - der Stadt. Am Wochenende des 20. und 21. März können sich alle Bauinteressenten und Freunde des innovativen Bauens persönlich ein Bild davon machen, wie ein energetisch optimiertes Gebäude heute aussehen könne.

Geplant und konzipiert vom Ingenieurbüro für Dienstleistungen im Bauwesen DiB Roland Unselt, umgesetzt von der Firma [en] haus energetisches Bauen und Sanieren, sei in den vergangenen Monaten das Passivhaus der neuen Generation entstanden. Die hochgedämmte Gebäudehülle sei entsprechend der Vorgaben des Passivhausinstitutes berechnet und konzipiert worden. Beim Bau des Hauses sei darauf höchste Priorität gelegt worden.

„Die Qualität der Gebäudehülle bestimmt den Energiebedarf des Hauses, mit der Gebäudetechnik stellen wir lediglich die benötigte Energie zur Verfügung“, gibt der Planer des Passivhauses, Baubetriebsingenieur und Energieberater Roland Unselt, zu bedenken. Trotzdem sei die eingesetzte Gebäudetechnik von großer Bedeutung. Effizient und möglichst aus regenerativen Quellen gespeist, sei sie letztendlich für den Wohnkomfort im Gebäude maßgeblich verantwortlich. "Ein Gebäude für die Energiesparolympiade fit zu machen, das können inzwischen einige", weiß Roland Unselt zu berichten. "Unsere Zielvorgabe war es jedoch, auf diesem energetischen Niveau maximalen Wohnkomfort zu schaffen und für die sonnenfreien Wochen im Winter bei Minus 10 Grad noch Reserven vorzuhalten. Dafür mussten wir die Messlatte für das Passivhaus 2010 ein gutes Stück höher legen."

Alle zur Verfügung stehenden regenerativen Energiequellen seien hier angezapft worden, weswegen es nicht erforderlich sei, mit direkt eingespeister Energie aus der Steckdose die Anforderungsspitzen abzudecken. Solarthermie, Photovoltaik und Umweltenergie über eine Kleinwärmepumpe seien ins Energiekonzept eingebunden worden.

Als Besonderheit und als sichtbares Zeichen für die Weiterentwiklung des Wohnkomforts, so Roland Unselt weiter, könnten beim Passivhaus 2010 die Temperaturen in den einzelnen Räumen unterschiedlich gewählt werden. Reserven für höhere Raumtemperaturen oder größeren Bedarf an Warmwasser seien gegeben, ohne im Normalbetrieb an die Grenzen der strengen Vorgaben des Passivhausstandards zu stoßen.

Dies ist laut Roland Unselt unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Vorgaben entwickelt und von einem Team engagierter Handwerker umgesetzt worden. Teile der Gebäudetechnik seien neu entwickelt und gebaut worden, da die gewünschten Produkte nicht auf dem freien Markt zu haben gewesen seien. "Die für die energetisch relevanten Arbeiten zuständigen Planer und Handwerker werden am Tag der offenen Tür vor Ort sein und die Konzeption 'Passivhaus 2010' erläutern." (msw)

Artikel aus: Die Rheinpfalz - Nr. 65, Donnerstag, 18. März 2010

Ein Besuch im Passivhaus

Tag der offenen Tür in Landaus energieeffizientestem Passivhaus

Zukünftige Bauherren können sich am Wochenende in Landau darüber informieren, wie es ist in einem Haus zu wohnen das ohne eine konventionelle Heizungsanlage betrieben wird. Zu diesem Anlass präsentiert Fam. B. aus Landau stolz ihr neues Eigenheim. Das Haus auf dem Konversionsgelände Quartier Vauban, ist nach Angaben der Erbauer das neueste Passivhaus – ein Haus das keine konventionelle Heizungsanlage benötigt.

Am 20. und 21. 2010 März können sich potentielle Bauherren und Freunde des innovativen Bauens vom neuen Passivhaus überzeugen. In den letzten Monaten konzipierte das Ingenieurbüro für Dienstleistungen im Bauwesen DiB Roland Unselt das energetisch optimierte Gebäude. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Firma [en] haus energetisches Bauen und Sanieren, entstand in den letzten Monaten das wohl energieeffizienteste Passivhaus der Region. Die höchste Priorität legten die Bauherren auf die hochgedämmte Gebäudehülle, die nach Vorgaben des Passivhausinstitutes berechnet und konzipiert wurde.

„Die Qualität der Gebäudehülle bestimmt den Energiebedarf des Hauses, mit der Gebäudetechnik stellen wir lediglich die benötigte Energie zur Verfügung“, so Baubetriebsingenieur und Energieberater, Planer des Passivhauses Roland Unselt. Die eingesetzte Gebäudetechnik ist trotzdem von großer Bedeutung. Möglichst aus regenerativen Quellen betrieben steigt der Wohnkomfort im Gebäude erheblich. „Ein Gebäude für die Energiesparolympiade fit zu machen, das können inzwischen einige“, weiß Roland Unselt zu berichten. „Unsere Zielvorgabe war es jedoch, auf diesem energetischen Niveau maximalen Wohnkomfort zu schaffen und für die sonnenfreien Wochen im Winter bei Minus 10 Grad noch Reserven vorzuhalten. Dafür mussten wir die Messlatte für das Passivhaus 2010 ein gutes Stück höher legen.“

Es sei nicht erforderlich direkt eingespeiste Energie aus der Steckdose zu benutzen, um den Strombedarf der Bewohner zu decken. Dafür wurden alle zur Verfügung stehenden regenerativen Energiequellen genutzt. In das Energiekonzept sind Umweltenergie über eine Kleinpumpe, Solarthermie sowie Photovoltaik eingebunden worden.

„Als Besonderheit und als sichtbares Zeichen für die Weiterentwicklung des Wohnkomforts können beim Passivhaus 2010 die Temperaturen in en einzelnen Räumen unterschiedlich gewählt werden. Reserven für höhere Raumtemperaturen oder größeren Bedarf an Warmwassereinspeisung sind gegeben, ohne im Normalbetrieb an die Grenzen der strengen Vorgaben des Passivhaussstandards zu stoßen.“

Artikel aus: Verlagshaus im Stadtpalais, KW 11-19.03.2010